Einsatzübung: Zimmerbrand mit Personen in Gefahr

24. Juli 2019
Presseberichte 2019
Schweißtreibende Einsatzübung der Feuerwehren Kleinsendelbach, Steinbach, Schellenberg, Brand und Unterschöllenbach

Auch wenn es nur eine Einsatzübung war, schweißtreibend war es für die rund 80 Einsatzkräfte aus Kleinsendelbach, Steinbach, Schellenberg, Brand und Unterschöllenbach am Mittwochabend (24.07.2019) allemal! Um 19:10 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim die genannten Feuerwehren zu einem Zimmerbrand in die Hauptstraße nach Kleinsendelbach. In einem leerstehenden Wohnhaus galt es vier vermisste Personen zu finden und eine benachbarte Scheune zu schützen.

Die örtlich zuständige Feuerwehr Kleinsendelbach übernahm nach ihrem Eintreffen sofort die Personenrettung unter schweren Atemschutz. Die kurze Zeit später nachrückenden Wehren aus Steinbach und Schellenberg erhielten vom Einsatzleiter den Auftrag, eine ca. 250m lange Schlauchstrecke vom Kinderhaus zum Einsatzobjekt zu verlegen. Die Feuerwehr aus Brand stellte zwei weitere Atemschutztrupps und kümmerte sich um die Belüftung des dicht vernebelten Gebäudes. Zusammen mit den Kameraden aus Unterschöllenbach wurde ein Außenangriff mittels fünf C-Rohren durchgeführt.

Ziel der Übung war es, die Wasserversorgung für den Ernstfall im oberen Ortsbereich zu testen. Ebenfalls wollte man die Landkreis- bzw. Leitstellenübergreifende Alarmierung überprüfen, was leider nicht zum gewünschten Ergebnis führte. Die Kameraden aus Brand und Unterschöllenbach wurden leider erst 10 Minuten nach der Anforderung durch die Leitstelle Nürnberg alarmiert. Lange und unakzeptable Minuten, die im Ernstfall Menschenleben kosten können! Dieses altbekannte Problem gilt es nun endlich zu lösen.

Positiv hervorzuheben ist jedoch die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Feuerwehren. Durch die mittlerweile regelmäßigen gemeinsamen Übungen und Einsätze kennt man sich und bildet im Ernstfall eine starke Einheit. Die Zusammenarbeit soll in Zukunft weiter ausgebaut und gepflegt werden.

Zu guter Letzt gilt es den Leuten Danke zu sagen, die bei der Organisation und Durchführung dieser Übung beigetragen haben. Allen voran der Firma Sand Hammerand, welche das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatte. Gleichermaßen gilt der Firma Wiehgärtner (Der Kalchreuther Bäcker) ein riesengroßes Dankeschön für die unkomplizierte Verpflegung der Übungsteilnehmer. Die Übungsbeobachtung und -beurteilung hatten Kreisbrandinspektor Markus Wolf und Kreisbrandmeister Berthold Burkhardt übernommen. Hierfür herzlichen Dank! Unser Respekt gilt den Übungsteilnehmern, die bei 35° Außentemperatur wie immer ihr Bestes gegeben haben!